Kollektive Bequemlichkeitsverblödung 

 

Kriege, Flüchtlinge, Terror, Finanzkrisen, Bankenrettung – die Liste könnte noch über Seiten fortgeführt werden. Wir leben in einer Zeit die nach Menschen schreit, die endlich der Sache auf den Grund gehen, Probleme ansprechen, harte Wahrheiten anerkennen und endlich handeln. Warum aber geschieht so wenig? Was geht in den Köpfen der Mehrheit vor?

Im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung gibt Prof. Dr. Thomas Kliche (u.A. Politik- und Gesellschaftspsychologie) interessante Antworten.

Die Forschung spricht schon von einer Spät- oder Untergangsphase der Demokratie, weil die Leute lieber dreimal im Jahr Urlaub machen oder Dschungelcamp schauen, als sich auch nur mit den einfachsten Grundlagen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu beschäftigen. Kollektive Bequemlichkeitsverblödung fällt aber jeder Gesellschaft irgendwann auf die Füße – es wird immer anstrengender, für vernünftige Lösungen Unterstützung zu erhalten.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

Das Dilemma liegt auf der Hand. Für viele darf einfach nicht sein, was nicht sein kann. Das Eingeständnis bis jetzt nur an der Oberfläche gedacht zu haben ist für viele nicht hinnehmbar und den Tatsachen ins Auge zu sehen zu erschreckend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.