Glyphosat – wird die Neuzulassung verhindert?

Glyphosat ist hoch umstritten, und das nicht erst seit Spuren davon in fast jedem Bier ohne Bio-Siegel gefunden wurden. Zur Zeit geht es in Brüssel um eine erneute Zulassung des Pestizids, das sich inzwischen durchweg im menschlichen Körper nachweisen lässt.

An einer deutschen Universität wurden Urinproben der städtischen Bevölkerung auf Belastungen mit Glyphosat untersucht. Alle Proben wiesen erhebliche Konzentrationen des Herbizidwirkstoffes auf, sie lagen um das 5- bis 20fache über dem Grenzwert von Trinkwasser.

Quelle: Greenpeace Aachen

Solche Studien sollten mit gesundem Menschenverstand alleine schon ausreichend sein, einen „wahrscheinlich krebserregenden“ (Weltgesundheitsorganisation) Stoff aus dem Verkehr zu ziehen. Mit Glyphosat lässt sich aber anscheinend sehr viel Geld verdienen. Geld, welches auch gerne in die Hand genommen wird, um Studien und Politiker dazu zu bewegen, das Pestizid in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

Gegen eine Neuzulassung von Glyphosat

Einen Lichtblick bringt nun die Abstimmung des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments, das sich gegen eine Neuzulassung ausspricht und eine neue unabhängige Studie fordert. Diese Forderung kann jedoch nur als erster Schritt im Prozess zu einem Verbot gesehen werden. Zunächst muss noch das EU-Parlament und später die EU-Länder über die Sache verhandeln.

„Während die Industrie behauptet, die Substanz würde komplett abgebaut, ist nun klar, dass Glyphosat-Rückstände überall zu finden sind: in der Umwelt, in vielen Produkten des täglichen Lebens, in unseren Körpern“, sagte der Abgeordnete Pavel Poc, der den Entschließungsantrag aufgesetzt hat. Und weiter: „Jede Ungewissheit muss beseitigt sein, bevor wir mit dem Genehmigungsverfahren einer Substanz, die so umfassend eingesetzt wird, fortfahren. Dies ist ein Beispiel, wie das ‚Vorsorge-Prinzip’ angewandt werden sollte.“

Quelle: Greenpeace-magazin.de

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