Mindesthaltbarkeit – Was steckt dahinter?

Einmal mehr kommt Bewegung in die Diskussion um das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Bundesernährungsminister Christian Schmidt schlägt eine baldige Abschaffung des MHD vor. Grund ist massenhafte Lebensmittelverschwendung. In Deutschland wandern pro Einwohner im Schnitt  82 Kilo Lebensmittel  jährlich in den Müll.

 

Mindesthaltbarkeitsdatum falsch verstanden?

Das MHD steht für viele Konsumenten für „nicht mehr genießbar“. Ein großer Irrtum:

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist in Deutschland seit mehr als 30 Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt an, bis zu welchem Datum mindestens das ungeöffnete und richtig gelagerte Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch, Farbe, Konsistenz und Nährwert behält. Es ist also kein Verfallsdatum, sondern lediglich die Garantie des Herstellers für bestimmte Qualitätseigenschaften.

Quelle: Tagesschau.de

Dieses Konsumentenverhalten zieht eine Bugwelle nach sich, die das Problem mit der Verschwendung multipliziert. Weil Kunden Lebensmittel nah oder über dem MHD meiden, nehmen Supermärkte diese konsequent aus den Regalen und werfen sie in den Abfall.

 

Alternativen

Dass so etwas völlig überflüssig ist, zeigen Menschen, die alternativ an die Sache heran gehen, und sich eben gezielt von abgelaufenen Lebensmitteln ernähren.

Einen ausführlichen Artikel über diesen Trend findet ihr hier.

 

Gesunder Menschenverstand

Das Thema MHD anzugehen ist ein wichtiger Schritt. Zunächst muss aber ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Lebensmitte mit abgelaufenem MHD nicht spontan ungenießbar werden. Mit einer normal geschulten Nase und etwas gesundem Menschenverstand findet man schon heraus, ob etwas genießbar ist oder nicht.

Wer sagt außerdem, dass Supermärkte und Privathaushalte ihre abgelaufen Lebensmittel in den Müll verfrachten müssen? Frankreich hat Supermärkten bereits diese Praxis untersagt, und öffentlich zugänglich Kühlschränke in den Städten liegen z.B. ebenfalls im Trend.

Letztendlich wird jenseits von Gesetzesänderungen der größte Unterschied gemacht, wenn jeder von uns seinen Konsum prüft und richtige Entscheidungen trifft.

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