Goji-Beere – Wunderfrucht oder Gefahr

Der Goji-Beere werden wundersame Eigenschaften zugesprochen. Viele Quellen im Netz sind maximal euphorisch wenn es um diese „Superfood“ geht. Ein Image das jetzt starke Risse bekommt.

Folgende Eigenschaften werden der Beere zugeschrieben:

  • Gut für das Herz-Kreislaufsystem
  • Stärkt das Imunsystem
  • Gut für die Augen
  • Schützt die Haut vor UV-Strahlung
  • Zellschutz
  • Anti-Aging-Effekte
  • Gegen Bluthochdruck
  • Und einiges mehr ….

Allerdings stehen unsere heimischen Beeren den Goji Beeren in nichts nach. Auch Johannisbeeren und Erdbeeren enthalten Vitamin C, Eisen und andere Stoffe. Verbraucherschützer meinen daher Goji Beeren fördern die Gesundheit nicht stärker, als andere Obstsorten.

Quelle: hundertorangen.de

 

  • Beeren Superfood

Achtung Blutverdünner

Bei aller Lobhudelei wird häufig unterschlagen, dass die Beere stark blutverdünnend wirkt und bei Patienten, die bereits Blutverdünner zu sich nehmen, fatale Auswirkungen haben kann.

So gerieten Patienten, die blutverdünnende Pillen eingenommen hatten, nach dem Konsum eines Goji-Saftes in Lebensgefahr. Da Goji ebenfalls blutverdünnend wirkt, traten innere Blutungen auf.

Quelle: deutschlandradiokultur.de

Medikamente gehören in die Apotheke

Als hervorstechende Eigenschaft bewirbt man häufig, die Goji-Beere wäre ein fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Ein Ansatz der sich leicht in eine Kritik drehen lässt. Die medizinische Wirkung ist in vielen Bereichen unwidersprochen – aber Medizin gehört von professioneller Hand gegeben und nicht wahllos als Lebensmittel konsumiert.

Vernichtend („Keine Wunderfrucht – sondern lebensgefährlich!“) urteilt Lebensmittelchemiker Udo Pollmer in diesem Artikel über die Frucht.

Pollmer wirft unter anderem folgende Argument in die Diskussion:

  • Kann Allergien auslösen
  • Stört die Leber
  • Oft mit Pflanzenschutzmitteln verseucht
  • Stark Blutverdünnend
  • Verwechslungsgefahr

Der Umstand, dass die Beere in China als Heilpflanze gilt, kommt heute fast einer Heiligsprechung gleich, obwohl vernünftige Menschen dadurch eher gewarnt sind. Denn das heißt ja nur, dass ein oder mehrere Inhaltsstoffe als Arzneistoffe eingestuft werden müssen. Doch Medikamente haben im Essen nichts verloren – weder im Fruchtsaft noch im Schnitzel. Sie gehören in die Apotheke – nicht ins Obstregal.

Quelle: deutschlandradiokultur.de

 

Unterm Strich bleibt also anzumerken, dass man eine Heilpflanze nicht als tagtägliches Lebensmittel verwenden sollte. Die positiven Eigenschaften dieser sehr teuren „Superfood“ finden sich auch in heimischen und unbedenklichen Früchten.

 

 

 

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